Ein Überblick

Die Entwicklung der Endoprothetik vom 17. Jahrhundert bis heute.

Oft ist ein Gelenk verletzt oder nicht mehr voll funktionstüchtig. Vor allem die Arthrose gehört zu den am häufigsten auftretenden Gelenkerkrankungen. Dabei handelt es sich um einen Verschleiß des Knorpelgewebes in einem Gelenk wie zum Beispiel Schulter-, Knie-oder Hüftgelenk. Schmerzen und ein Verlust der Mobilität sind die Folgen , die in den überwiegenden Fällen den operativen Einsatz einer Endoprothese als Gelenkersatz erforderlich machen.

Durch den Einsatz der Endoprothese ,in Verbindung mit einer auf den Patienten abgestimmten Therapie, können die Patienten ohne Schmerzen und Einschränkungen in der Mobilität wieder ein ganz normales Leben führen. Sogar sportliche Aktivitäten sind problemlos möglich und sogar aus medizinischer Sicht gewünscht, sofern das Gelenk dabei nicht überstrapaziert wird.

Die Entwicklung der Endoprothetik vom 17. Jahrhundert bis heute.

Der Versuch ein krankes oder verletztes Gelenk durch ein künstliches zu ersetzen ist nicht neu. Bereits im 17. Jahrhundert wurde versucht Körperteile und Gelenke durch Prothesen zu ersetzen. Damals wurden jedoch Materialien wie Kochen und Elfenbein verwendet, die schon von der Konsistenz her nicht für eine Implantation geeignet waren. Die dadurch verursachten Entzündungen hatten in der Regel den Tod des Patienten zur Folge, so dass die Entwicklung der Endoprothetik ins Stocken kam.

Erst im Jahr 1953 gelang es dem amerikanischen Wissenschaftler und Mediziner Charles Neer eine metallische Prothese erfolgreich in eine menschliche Schulter zu implantieren. Diese sogenannte Neer I Prothese war die Basis für alle weiteren endoprothetischen Entwicklungen der folgenden Jahrzehnte.

Während die Beweglichkeit der Gelenkprothesen immer größere Fortschritte machte, war die Verankerung der Implantate für die Forscher nach wie vor ein Problem das ihnen Kopfschmerzen bereitete. Die meisten der damaligen Implantate lockerten sich bereits nach nicht allzu langer Zeit.

Heute ist die Medizin deutlich weiter. Endoprothesen werden heute entweder mittels eines speziellen Kunststoffs einzementiert oder verschraubt. Mittlerweile gibt es auch ein Hybrid-Verfahren, bei dem das künstliche Gelenk sowohl verschraubt, als auch zementiert wird. Doch die Entwicklung geht weiter. So wird momentan versucht, Endoprothesen aus dem 3-D-Drucker zu konstruieren, die vielleicht sogar die bisherige Haltbarkeit der künstlichen Gelenke von bisher rund 15 Jahren verlängern könnte. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.