Mediclin Rhein-Ruhr

Kardiologische Reha für Frauen

Häufig ist bei Frauen das Herzinfarktrisiko deutlich höher, als bei Männern. Auch in der Symptomatik kann sich der Infarkt eher durch unspezifische Beschwerden bemerkbar machen. In der MediClin Fachklinik Rhein-Ruhr, mitten im Ruhrgebiet in Essen-Kettwig, ist aus diesem Grund eine kardiologische Reha-Station speziell für Frauen eingerichtet. Doch warum ist es wichtig, dass es ein spezielles Rehaprogramm ausschließlich für Frauen gibt, die Herzinfarkt und Co. erlitten haben? Wo liegen die Unterschiede hinsichtlich Risikofaktoren sowie Symptomatik?

Frauenreha in Essen, Ruhrgebiet

Risikofaktoren & Symptome

Mit erhöhtem Alter steigt sowohl bei Männern als auch bei Frauen das allgemeine Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden. Bei Frauen unter 50 Jahren zählt das Rauchen zu einem der Hauptrisikofaktoren. Wer zusätzlich die Antibabypille einnimmt, erhöht damit die Gefahr einer Thrombosebildung und somit das Risiko eines Infarkts. Zudem beeinflussen vorhandene Diabeteserkrankungen bei Frauen das Herzinfarktrisiko stärker, als es bei Männern der Fall ist, so diverse Studien.

Zu den allgemeinen Risikofaktoren zählen unterschiedliche Faktoren

  • Rauchen
  • erhöhter Cholesterinspiegel
  • Starkes Übergewicht
  • Genetisch bedingte Anfälligkeit
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Bewegungsmangel

Allgemeine Herzinfarktsymptome bei Männern und Frauen

  • Brustschmerz
  • Arm- und Schulterschmerz
  • Oberbauchschmerz
  • Atemnot
  • Schweißausbrüche

Zu den allgemeinen Herzinfarkt­symptomen können bei Frauen unspezifische Symptome hinzukommen wie Übelkeit und Erbrechen, sowie Schmerzen im Nacken- oder Schulterbereich. Bei Frauen kommt es aufgrund der unspezifischen Symptome häufiger zu Fehldiagnosen und somit zu einer verspäteten Krankenhauseinweisung. Deshalb gilt es, Symptome rechtzeitig zu erkennen und bei Herzinfarktsymptomen umgehend den Notruf zu wählen, damit die Behandlung und Rehabilitation erfolgreich erfolgen kann.

Kardiologische Frauen-Reha in Essen

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 47 Prozent an der Spitze der Todesursachen bei Frauen in der Europäischen Union. Doch hinsichtlich Erkrankungsrisiko, Symptomen und Genesung gibt es zwischen Männern und Frauen große Unterschiede, auf die in der Rehastation der MediClin Fachklinik Rhein-Ruhr eingegangen werden.

Studien zufolge sind Frauen zu Beginn einer Rehamaßnahme körperlich häufig im schlechteren Gesundheitszustand als Männer. Hinzu kommen Ängste und depressive Symptome. Diesen und weiteren Faktoren trägt das spezielle Frauentherapieprogramm der Klinik Rechnung.

Wie sieht das Programm aus?

In Bewegungsgruppen wird die oft schwächere Körperwahrnehmung und das instabile Selbstbewusstsein der betroffenen Frauen geschult. Psychologische Gruppengespräche und Sprechstunden richten sich ebenfalls nach den Bedürfnissen der Frauen. Da viele Frauen in den Wechseljahren an Gewichtsproblemen leiden und oft ein emotional gebundenes Essverhalten (Stress- oder Frustessen) aufweisen, richtet sich auch die Ernährungstherapie nach diesen Umständen. Ebenso werden in den Therapiegruppen Strategien erarbeitet, die den Umgang mit Familie und Beruf positiv unterstützen können. Somit geht die Rehabilitation insgesamt auf die individuellen Bedürfnisse und Umstände von erkrankten Frauen ein und trägt zu einer optimalen Genesung bei.

 

Kontakt

MediClin Fachklinik Rhein-Ruhr
Auf der Rötsch 2
45219 Essen
Tel.: 02054 880

www.fachklinik-rhein-ruhr.de

GMR 15 • 2/2016 Text: Annika Schuppelius