Sodbrennen

Wirksame Hilfe aus der Natur

Etwa 30 Prozent der Bevölkerung leiden in Deutschland unter Sodbrennen. Dabei ist nicht jede Form der Beschwerden auf einen Überschuss an Magensäure zurückzuführen. Oftmals besteht auch ein Mangel an Verdauungssäften. Da die Einnahme von Medikamenten keine langfristige Lösung ist, bietet die Natur viele Möglichkeiten einer ganzheitlichen Behandlung.

Naturheilmittel bei Sodbrennen
Bild: sigrid rossmann / pixelio.de

Die Bedeutung der Magensäure

Die Magensäure ist ein wichtiger Bestandteil unseres Verdauungs- und Immunsystems. Sie aktiviert Verdauungsenzyme wie das Pepsin, bereitet den Speisebrei auf, resorbiert Nähr- und Vitalstoffe, wehrt Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Parasiten ab. Die Magensäure wird in den sogenannten Belegzellen der Magenschleimhaut produziert.

Sodbrennen bei einem Mangel an Magensäure

Ein chronischer Mangel ist symptomatisch ähnlich einem Überschuss an Magensäure. Neben dem Sodbrennen leiden die Betroffenen unter Völlegefühl, Blähungen und saurem Aufstoßen.
Mit einer geringen Menge an Magensäure geht der Magen sehr effektiv um, so dass die Verdauung mehr Zeit in Anspruch nimmt. Der Speisebrei verbleibt länger im Magen. Zur Aufbereitung der Nahrung werden die muskulären Bewegungen heftiger, so dass der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre aufgedrückt werden kann. Der eindringende, saure Mageninhalt führt zu brennenden Schmerzen in der Speiseröhre. Die Schleimhaut der Speiseröhre ist gegenüber den aggressiven Säuren ohne Schutz.


Die langfristigen Folgen eines Mangels an Magensäure sind:

  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • fehlende Nähr- und Vitalstoffe
  • Verdauungsstörungen wie Durchfall oder Verstopfung.


Sodbrennen bei einem Überschuss an Magensäure

Die ungesunde Ernährungs- und Lebensweise der westlichen Bevölkerung hat zu einer chronischen Übersäuerung von Organen und Geweben geführt. Hastiges Essen mit unzureichendem Kauen, zu üppige Mahlzeiten mit industriell verarbeiteten Lebensmitteln bedingen einen "sauren" Magen.
In der Magenschleimhaut wird auch eine Puffersubstanz gebildet, das Natriumhydrogenkarbonat. Sie schützt den Magen vor Verätzungen, sowie Organe und Gewebe vor Übersäuerung. Das Fatale - je mehr Puffersubstanz zur Neutralisierung benötigt wird, umso mehr Magensäure entsteht.

Die Folgen sind ernst zu nehmende Erkrankungen wie:

  • Entzündungen von Magen und Speiseröhre
  • Refluxkrankheit
  • Geschwüre
  • Magenkrebs
  • Reizmagen
  • Zwerchfellbruch
  • Barrett-Speiseröhre.


Die herkömmliche Behandlung von Sodbrennen

Zur Behandlung gibt es eine Reihe an Mittel gegen Sodbrennen. Präparate wie Säurehemmer (Antazida) neutralisieren die Magensäure durch basische Salze. Dagegen werden Säureblocker (Protonenpumpenhemmer oder PPI) auf dem Blutweg zu den Belegzellen transportiert, um die Produktion der Magensäure zu hemmen. Bei einem Mangel an Magensäure können vorübergehend Salzsäure-Tabletten verabreicht werden.

Die ganzheitliche Behandlung von Sodbrennen:

  • sich viel Zeit nehmen und ausreichend kauen
  • frische Zutaten verwenden
  • mehrere, kleine Mahlzeiten einnehmen
  • Smoothies, Brei und Suppe unbedingt einspeicheln
  • 1 Stunde vor und nach der Mahlzeit nichts trinken
  • nur essen, wenn sich Hunger einstellt
  • Bauchmassage
  • Darmsanierung mit

    a) Betonit (bindet zu viel Magensäure)
    b) Flohsamen (erhöht Peristaltik des Darms)
    c) Probiotikum (saugt Gifte auf)
    d) Präbiotikum (reguliert Verdauung)

  • bei Mangel an Magensäure:

    a) Bitterstoffe (Löwenzahn, Kräuterstern, Bitterkräuter, Bitter-Basenpulver)
    b) Säfte (Sauerkraut, Weißkohl, Kartoffel)
    c) Grüne Smoothies
  • Gemüse dünsten oder dämpfen
  • Kohlenhydrate und Zucker reduzieren
  • Verstopfung beseitigen
  • Mandelmilch verwenden
  • Getreide mit Milch, Zucker oder Eiweiss vermeiden.